Kurz und knapp: ein Meisterwerk!

Mit ihrer diesjährigen Aufführung mit dem Titel „Wer kann schon ohne Liebe sein“ haben sich die Solisten des Musicalworkshops unter der Leitung von Herrn Pytlik und Frau Klösters wieder einmal selbst übertroffen.

Ein Zusammenspiel aus großartig vorgetragenen Solos, Duetten und Ensembles mit einwandfreier Klavierbegleitung und einer Moderation, die so manches lautes Lachen hervorrief, gelang es, die Zuschauer in Ekstase zu versetzen.

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Doch ein begeistertes, nach einer Zugabe verlangendes Publikum kommt nicht von ungefähr, zuvor waren wochenlange Proben nötig, um diesen Stand zu erreichen. Eine Woche lang reiste sogar der Vocal Coach Jutta Bauer nur für den Workshop an und half nicht nur bei den Liedern, sondern verbesserte auch die Bühnenpräsenz und die Performance der Solisten. So kam es, dass sich die Sänger nicht mit der Bühne begnügten, sondern sich auch auf den Flügel legten, durchs Publikum liefen, Zuschauern die Haare verwuschelten oder ihrem Stück anderweitig durch Gesten Charakter gaben.

Präsentiert wurde ein breites Spektrum an Musical Songs zum Thema Liebe, doch die Themen der Lieder waren, wie manch Kritiker vielleicht vermuten würde, keinesfalls eintönig und langweilig. Stattdessen zeigten sich sehr verschiedene Ausprägungen der Liebe, von der unerfüllten über die klassische zum Hollywood-Traumprinzen bis hin zur erotischen Liebe und ganz viel dazwischen war von allem etwas mit dabei. Durch ihre aussagekräftigen Stimmen erweckten Sofie Bodemann (Q2), Celina Eisfeld (EF), Julian Eisfeld (Q2), Johanna Franken (Q2), Nantke Melchers (Q2) und Teresa Moss Alonso (Q1) ihre Lieder zum Leben, ließen ihren Gesang förmlich durch den Raum schweben und berührten bei so manch traurigem Stück das Herz der Zuschauer.

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Doch auch zwischen den einzelnen Vorstellungen wurde das Publikum mit einer ausgefeilten Moderation durch Herrn Pytlik bei Laune gehalten. Wer jetzt ausschließlich mit klassischer Poesie rechnet, liegt zwar nicht komplett falsch, da auch aus „Faust“ und einem Gedicht von Ulla Hahn zitiert wurde, jedoch trotzdem weit daneben. Weitaus häufiger vertreten waren Aussagen wie „Liebe ist wie ein Furz, wenn man zu viel Druck macht, wird es scheiße“ aus „10 Dingen über die Liebe“, Auszüge aus „10 Dinge, die Sie nicht sagen sollten, beim Sex“ oder auch den „100 Flirttipps für Mädchen“ aus der „Bravo“, die nicht nur im Publikum, sondern auch bei den Mitgliedern des Musical-Workshops für lautes Gelächter sorgten.

Folglich meine Empfehlung an alle fürs nächste Jahr: einen so sensationellen Auftritt, bei dem nicht nur die Töne, sondern auch Ausstrahlung, Performance, Klavierbegleitung und Moderation stimmen, sollte man sich auf keinen Fall entgehen lassen!

Ulrike Walter (Q1)