Schulsaniwettbewerb - Sani Fortbildung mit Spaßfaktor

„Schulsaniwettbewerb - was ist das denn?“

Das war wohl die Antwort, die ich am häufigsten bekam, wenn ich erzählte, dass ich am nächsten Wochenende mit den anderen Schulsanis Ulrike Walter (Q1), Nicole Petrasova (Q1), Ole Bansemir (EF), Linus Michel (EF) und Biologielehrerin Christine Bräuer zum Schulsaniwettbewerb fahren würde. Aber worin könnten Schulsanis auch gegeneinander antreten? Darin, wer am meisten Leben retten kann? Naja, fast. Darin, wer am besten Erste Hilfe leisten kann.

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An 16 Stationen werden Unfälle nachgestellt, bei denen die Schulsanis in Gruppen den verletzten Personen helfen müssen. Es sind nicht immer starke Verletzungen, oft geht es auch einfach nur darum, den Verunglückten gut zuzureden und hilfsbereit zu sein. Und wer jetzt denkt, das sei langweilig, der hat sich gewaltig geirrt. Denn an diesem Wochenende haben wir sehr viel gemeinsam gelacht. Bei dem Wettbewerb gibt es nämlich auch 6 „Spaß-Stationen“, bei denen es unter anderem um Kreativität und Gruppenzusammenhalt geht.

Am 15.09. war es dann soweit. Morgens fuhren wir alle zusammen mit Frau Bräuer nach Bad Münstereifel zum Haus des Jugendrotkreuz (HdJ). Da wir viel zu früh waren, entschieden wir uns noch in die Stadt zu gehen. Dort gingen wir ins Milka-Outlet, schlenderten durch die Gassen und tranken in einem gemütlichen Café einen Kakao. Danach fuhren wir zurück zum HdJ, wo es Mittagessen gab.

Nach dem Mittagessen startete gegen 13 Uhr die Eröffnung des Wettbewerbs. Dieses Jahr stand er unter dem Thema eine Flucht aus Deutschland vorzubereiten. Das Szenario spielte in einer Zukunft, in der es galt dem autoritären Regierungsstil von Königin Sterilia, die aus der Bundesrepublik Deutschland eine faschistische Monarchie gemacht hatte, zu entkommen.

Schließlich ging es los mit den Stationen. Indem wir eine Person nach der anderen versorgten, sammelten wir fleißig Punkte und hatten jede Menge Spaß. Bei den gemimten Fällen verunglückten beispielsweise zwei Personen bei einem Autounfall oder jemand war in den Rhein gefallen (nachgestellt in einem Schwimmbad), aber es gab auch simplere Fälle wie Nasenbluten oder einen Streit unter Freundinnen, bei denen es hauptsächlich darum ging, mit den Personen zu reden. An den sechs „Spaß-Stationen“ mussten wir uns zum Beispiel ein Theaterstück ausdenken oder alle Gruppenmitglieder durch eine aus Seilen dargestellte Laserwand hindurchbekommen.

Gegen 19 Uhr wurde gegrillt und danach spielten wir verschiedene Spiele.

Am nächsten Tag folgte die Siegerehrung und schließlich die Abreise.

Wir Sani-Eulen belegten dieses Jahr den fünften Platz. Obwohl es nicht fürs Treppchen reichte, hatten wir viel Spaß und haben einiges gelernt. Denn auch wenn es ein Wettbewerb ist, lernt man dank der kurzen Kritik nach jeder Station sehr viel oder vergessenes Wissen wird wieder wachgerufen. Vor allem aber stärkt der Sani-Wettbewerb den Gruppenzusammenhalt und man kann das bei den Fortbildungen erlernte Wissen anwenden. Denn in der Schule passieren (glücklicherweise) selten schlimmere Dinge, als dass jemand ein Pflaster braucht.

Franka Nordmann (Q1)