Mauern ohne Grenzen

Wenn wir das Wort „Mauer“ hören, verbinden wir gleich die Berliner Mauer damit oder die Mauer, die US-Präsident Donald Trump an der Grenze zu Mexiko bauen will. Doch kann ein Mauer nur trennen? Kann sie nur die Menschen auf der einen Seite von denen auf der anderen Seite abgrenzen? Oder kann eine Mauer auch verbinden?

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Die Antwort ist ja, eine Mauer kann auch verbinden. Genau das tut die „Mauer ohne Grenzen“, die sich an der Turnhalle des K-A-G befindet. Sie verbindet die Menschen. 40 Kinder aus 17 Nationen arbeiteten an zwei Nachmittagen an der Mauer. Sie soll ein Symbol der Integration sein und verschiedene Sprachen und Hintergründe zusammenbringen.

 

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Bei der Vernissage am Montag, dem 23. April 2018, um 16.00 Uhr richtete zuerst Waldo Gamez, Vorsitzender des Deutsch-Mexikanischen Kulturkreises Langenfeld e.V., ein paar Worte an alle Anwesenden. Er bedankte sich bei den Schülern und Schülerinnen, die diese Mauer mitgestaltet hatten, beim Schulleiter Dr. Wippermann-Janda, bei der CDU-Vorsitzenden Barbara Aßmann und bei der Landtagsabgeordneten Claudia Schlottmann für deren Unterstützung bei dem Projekt. Ein ganz besonderer Dank galt der mexikanischen Künstlerin Bianca Monroy, die das Motiv gestaltet hatte.

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Diese Mauer ist die erste von vielen Mauern ohne Grenzen. Sie sei erst der Anfang eines Projekts. Sogar der italienisch-mexikanische Verein kam aus Mailand, um sich inspirieren zu lassen, und auch Susanne Gardano, Leiterin für Kultur in der mexikanischen Botschaft in Berlin, war anwesend, ebenso wie der stellvertretende Bürgermeister Langenfelds.

Nach Gamez hielt Wippermann-Janda eine Rede, in der er sich zuerst auf Spanisch beim Kulturkreis bedankte. „Ich bin glücklich, dass dieses Projekt an unserer Schule stattgefunden hat“, sagte er.

Auch die Künstlerin bedankte sich für die Möglichkeit und die Unterstützung, dieses Projekt durchführen zu können. Daraufhin erklärte sie die Bedeutung des Motivs. Das Herz in der Mitte steht für kulturelle Hoffnung, Liebe, Frieden und Zusammenarbeit. Zudem sei die Skyline von Langenfeld zu sehen (Und wer sich jetzt fragt, wie die Skyline von Langenfeld aussieht, der sollte bei einem Blick in die obere linke Ecke feststellen, dass doch einige Gebäude Langenfelds zu erkennen sind.). Außerdem sind typische Motive der mexikanischen Kultur abgebildet. Das Gemälde stellt die verschiedenen Menschen in der Gesellschaft dar, von denen jeder ein Unikat ist, aber zusammen ergeben sie ein wunderschönes Bild. Unten sind Wurzeln mit den Namen der Kinder, die mitgeholfen haben, zu sehen. „Sie sind unsere Zukunft“, so Monroy. Die Mauer sei ein Symbol der Gemeinsamkeit mit internationaler Strahlkraft.

Die Vertreterin der mexikanischen Botschaft in Berlin und der stellvertretende Bürgermeister sagten auch ein paar Worte.

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Gegen Ende schnitten Monroy, der stellvertretende Bürgermeister, Schlottmann, Aßmann, Gardano und einige Schülerinnen, die die Mauer mitgestaltet hatten, das Band durch und eröffneten somit offiziell die erste Mauer ohne Grenzen.

Franka Nordmann (EF)

 

Das K-A-G dankt allen Beteiligten herzlich für die Durchführung in unserer Schule und wir hoffen, dass wir noch viele Jahre Freude an dem 16 Quadratmeter großen Bild haben werden. Die Entstehung hat uns viel Spaß gemacht.