Das K-A-G zu Gast in Berlin - ein großer Tag für Talente

Das Konrad-Adenauer-Gymnasium gehört zu den 300 bundesweit ausgewählten Schulen der Bund-Länder-Initiative „Leistung macht Schule“, die sich zum Ziel gesetzt hat, begabte Schülerinnen und Schüler gezielter zu fördern.

 

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Berlin - 30.1.2017 Im traditionsreichen Cafe Moskau trafen sich Vertreter der teilnehmenden Pilotschulen mit der Bundesministerin für Bildung und Wissenschaft Johanna Wanka, um sich feierlich auf das gemeinsame Projekt einzustimmen. Vertreten waren auch namhafte Bildungswissenschaftler von 15 Universitäten, die die Schulen bei der Entwicklung neuer Förderkonzepte unterstützen werden. „Unser Land lebt von seiner Innovationskraft“ und daher sei es so wichtig, junge Talente zu fördern, so die Bundesministerin. Gleichzeitig verwies sie in ihrer Ansprache darauf, dass in den letzten Jahren ein größeres Augenmerk darauf gelegt wurde, leistungsschwache Schülerinnen und Schüler zu fördern.

Das obere Kompetenzniveau sei dabei in der Regel vernachlässigt worden. Dies solle sich nun aber im Rahmen der bundesweiten Initiative ändern. Wankas Ministerium und die Länder stellen dafür 125 Millionen Euro bereit. Und auch Stefanie Hubig, Vizepräsidentin der Kultusministerkonferenz, betonte in der nachfolgenden Ansprache: „Die Identifikation und Förderung von Talenten sind genauso wichtig, wie die Förderung von schwächeren Schülerinnen und Schülern. Das ist ein zentrales Element der Bildungsgerechtigkeit an unseren Schulen.“

Die Initiative sieht dabei einen 10-Jahres-Plan vor. In den ersten fünf Jahren sollen die Schulen in Netzwerken und unterstützt durch die Wissenschaft Leitbilder und praxisorientierte Förderkonzepte für potenziell besonders leistungsfähige Kinder und Jugendliche entwickeln. In den fünf Folgejahren sollen die tragfähigsten Ideen dann bundesweit auf alle Schulen übertragen werden. Die stellvertretende Schulleiterin Martina Weiß betont: „Insbesondere freuen wir uns über den länderübergreifenden Ansatz und die Tatsache, dass man von Seiten der Politik auf einen stabilen und langfristigen Prozess bei der Realisierung setzt.“

Das Konrad-Adenauer-Gymnasium wurde vor Ort von Stephan Schwanke vertreten, der sich im Rahmen seiner Lehrertätigkeit seit 2013 im Bereich der schulischen Begabtenförderung engagiert. Seit diesem Schuljahr ist er in das wissenschaftliche Begleitteam des Landeskompetenzzentrums für individuelle Förderung (LiF) der Universität Münster berufen worden, das sich gezielt mit dem Thema Begabtenförderung beschäftigt. Es sei ihm besonders wichtig, dass das Gymnasium auch für sehr talentierte Kinder und Jugendliche eine spannende und attraktive Lernumgebung bereithalte, damit die Schule für diese Schülergruppe nicht zu einem langweiligen Ort der Frustration werde. „Helle Köpfe brauchen Freiräume, um ihre eigenen Lernwege zu bestreiten“, so Schwanke. Tatkräftig unterstützt wird das Gymnasium bei diesem Anliegen vom Competence Center Begabung (CCB) der Stadt Langenfeld.

Der Schulleiter Herr Dr. Wippermann-Janda sowie die involvierten Lehrkräfte des Langenfelder Gymnasiums freuen sich sehr auf die anstehenden Aufgaben und erwarten nun mit großer Spannung den Auftakt der Initiative in Nordrhein-Westfalen im April 2018.