Musikalisch auf den Sommer eingestimmt ...

Jeder kennt Lieder wie „Alle Vögel sind schon da“ und „Kommt ein Vogel geflogen“. Egal, ob Oma oder Eltern einem diese in der frühen Kindheit vorgesungen haben, kommt man auf das Gymnasium, ist es eher selten, dass man diese noch einmal hört.

Am 12. Juli 2017 durfte jedoch das gesamte Publikum in der Aula diesen Liedern lauschen. Denn es war das Sommerkonzert und mit einem „Vogel Potpourri“ eröffnete die Instrumentenklasse 5a unter der Leitung von Musiklehrer Markus Pytlik den Abend.

Jedes Instrument, das in dem Ensemble gespielt wird, hört man mindestens einmal deutlich heraus. Es folgt das Stück „Polkas“, bei dem mehrere Polkas zusammengesetzt wurden. Man merkt, wie viel Spaß die Schülerinnen und Schüler beim Spielen haben und auch das Publikum ist begeistert von dem Auftritt der Musikklasse.

Weil Stefan Vis nicht da sein kann, begleitet Frau Kockelmann die Schüler der Chor-AG am Klavier. Bei „Auf uns“ und „Happy“ klatschen die Nachwuchssängerinnen und -sänger fleißig mit und singen ab und zu sogar zweistimmig. So bringen sie Stimmung in die Aula, welche sich später auch im Applaus des Publikums zeigt.

 

 

 

Da beim Sommerkonzert aber nicht nur Musik gemacht wird, tragen Lieke und Ann-Kathrin (EF) einen selbst geschriebenen Text vor. Wie Børgit Klösters erzählt, kam dieser Programmpunkt erst 2 Tage vorher dazu. Bei Herrn Krupp feilten die Schülerinnen an ihrem Text, sodass er schließlich bühnenreif wurde. In diesem geht es um Lügen und Minderwertigkeit. Das Thema wird durch viele Wiederholungen immer wieder sehr gut hervorgehoben.

Obwohl die Aufführung der Lieder aus dem Musical-Workshop bereits eine Woche zuvor war, singen auch an diesem Abend Teresa Moss Alonso und Johanna Franken ihre Solos noch einmal vor. Wieder berühren sie mit ihren emotionalen Liedern das Publikum und es folgt das „Lied des Volkes“ aus dem französischen Musical „Les Misérables“ vom Ensemble, zu dem der Schulchor eine Choreographie parat hat.

Nach der Q1 kann man Musik abwählen, denn in der Q2 muss man kein musisch-künstlerisches Fach mehr belegen. So haben sich auch in der diesjährigen Q1 viele dazu entschieden, Musik abzuwählen. Deshalb kann der bisher noch einzige Musik GK nächstes Jahr nicht mehr zustande kommen und führt so als Abschluss unter der Leitung von Børgit Klösters ein Stück auf. Erst war geplant, nur Glockenspiele zu nutzen, aber dann kamen verschiedene Schüler, die meinten, sie spielen ein Instrument, und so gibt es auch Streichinstrumente und Blasinstrumente. Das ganze Stück wirkt sehr eindrucksvoll und ist ein gelungener Abschluss des GKs.

Vor der Pause kommt die Rock-AG mit 3 Liedern. Einige der Mitglieder haben bereits ihr Abitur. Daher sucht die Rock-AG Nachwuchs an der Gitarre und bei den Sängern. Für sie fängt es untypisch ruhig an, aber spätestens beim zweiten Stück wird klar, wer hier auftritt. Kein anderes Ensemble arbeitet mit derart lauten Tönen.

Nach der Pause spielt die Bigband vier Stücke. Mit „Meet the Flintstones“, „A Foggy Day“, „You are the sunshine of my life“ und „Africa“ erfreut sie das Publikum. Christian Höller informiert darüber, dass man schon ab der fünften Klasse in die Bigband kommen kann. Diese ist in den Jahren etwas zusammengeschrumpft und spielt an dem Tag mit einigen Aushilfen. Auch hier wird also Nachwuchs gesucht: besonders bei den Holzbläsern und bei den Posaunen.

Von Lena Riemer folgt ein Text aus der Schreibwerkstatt. Dabei steht sie auf einer kleinen Bühne mitten im Publikum. Mit guter Artikulation schafft sie es, die Zuschauer in ihren Bann zu ziehen.

Beim nächsten Act, einem Schlagzeugsolo von Sebastian Heck, spielen dieser und ein begleitender Bassist passend miteinander. Jeder achtet auf den anderen, sodass zeitlich alles passt. Das Publikum ist begeistert von deren Leistung und dementsprechend fällt der Beifall aus.

Als Finale singt der Schulchor zwei Lieder. Markus Pytlik erklärt, dass er das Programm mit Liedern des ESC gestaltet. Dabei wählt er Lieder aus, die im Vorentscheid der Länder bereits ausgeschieden sind. Dieses Jahr kommen beide ausgewählten Lieder aus Russland. Hört man dem Schulchor nun zu, so wird nicht ersichtlich, warum diese Lieder ausgeschieden sind.

 

 

Als das Publikum eine Zugabe fordert, bittet Schulleiter Wippermann-Janda noch einmal alle Künstlerinnen und Künstler des Abends auf die Bühne, um sich bei ihnen, aber auch bei den Musiklehrern zu bedanken. Nach einer kurzen Rede vom Schulleiter gibt der Chor schließlich die geforderte Zugabe. Besonders dabei merkt man, wie gerne die Schülerinnen und Schüler singen. Sie gehen noch durchs Publikum und dieses klatscht mit. So beenden sie einen gelungenen Abend und ein weiteres Schuljahr. Eingestimmt auf den Sommer gehen Eltern, Lehrer und Mitschüler, die gekommen sind, begeistert nach Hause.

Franka Nordmann (9b)