Aktuelles

K-A-G Schüler im Schnee

Am 14. Januar um 7 Uhr startete die Ski AG des K-A-G zu ihrer Fahrt zur Tonihütte, oberhalb von Garmisch-Partenkirchen. 14 Stunden später erreichten wir auch endlich unseren Zielort. „Wir“, das waren 30 Schülerinnen und Schüler der Stufe 7, vier Schüler und eine Schülerin der Stufe Q1, sowie drei Lehrer (Frau Adler, Herr Hunger, Herr Gohmert) und unser Begleiter Karsten von Holtum, der zu seinem Glück nicht mit im Bus saß, sondern selbst gefahren ist. Doch eine Hinfahrt voller Missgeschicke und durch tiefstes Schneegestöber sollte – zumindest bis zur Rückfahrt – die einzige Schwierigkeit einer ansonsten großartigen Fahrt bleiben.

Man könnte nun einen langen Text schreiben und erzählen, was wir alles erlebt haben, wie toll die Gruppe war, wie unglaublich motiviert die Kinder auf und neben der Piste waren. Man könnte Lobreden schreiben auf die fünf Oberstufenschüler, die uns eine große Hilfe waren und ohne die eine Einzelbetreuung der Skischüler, wie wir sie durchführen konnten, nicht möglich gewesen wäre. Man könnte auch schreiben, wie toll das Wetter, der Schnee, das Essen, die Hütte usw. waren. Und schließlich könnte man auch noch die Organisatoren und die Skilehrer loben (ein bisschen Eigenlob schadet ja manchmal auch nicht). Aber am Ende sagen Bilder mehr als Worte.

 

Mit dem Sportkurs hoch hinaus

Dienstagmorgen, 08:45 Uhr. Wo am Vortag noch Schauer für den 18. September 2012 angesagt waren, stehen wir jetzt im Trockenen vor der Sporthalle und warten auf die letzten Mitglieder unseres Kurses. Denn wo heute der Rest der Stufe die Schulbank drückt, geht's für den Q2 Sportkurs von Frau Beseke in den Hochseilgarten nach Odenthal. YES!
Mit fünf Autos machen wir uns auf den Weg und treffen uns schließlich auf einem Schotterparkplatz vor'm Hochseilgarten. Wie sich herausstellt, liegt dieser mitten in der Walachei und Stefan hat sich königlich verfahren. Der Kurs geht schon einmal vor, während oben auf dem Parkplatz noch auf unseren Profi-Routenplaner gewartet wird.
Kurz vor'm Betreten des Areals stößt uns ein Schild ins Auge: "Vorsicht Hochseilgarten! Tieffliegende Menschen!" Klingt spaßig!

             

Erst einmal komplett, werden Gurte und Helme ausgegeben und ab geht's in die Einweisung. Hierzu "klettern" wir auf Übungsparcours in etwa 1m Höhe mit jeweils drei Kletterelementen, davon eine Seilrutsche. Ist die Feuertaufe bestanden? Na dann los!
Eine für unseren Sportkurs lange Schlange bildet sich vor beiden Startparcours (Blau & Grün). Die Leiter hoch und dann links oder rechts? Stimmt, ich hab mich für Blau angestellt, also links. Karabiner raus, Karabiner rein, Rolle raus, Rolle rein und jetzt nichts wie weg zur nächsten Plattform - auf der Leiter knubbelt's sich schon.

              

Wir sind uns nicht mehr sicher wann uns klar wurde, dass der Weg nach unten lang geworden ist. Aber trotzdem kam irgendwann die Erkenntnis: Huch, das sind ja 5 Meter! Und genau in diesem Moment hangelt man sich wieder mit zwei Sicherungen etwas besonnener voran, erlebt ein etwas anderes Körperbewusstsein als zuvor. Natürlich sind die Seilrutschen am Besten, keine Frage! Da rutscht man auch mal über Elemente, über die man eigentlich gehen oder balancieren soll.
Mittlerweile sind wir über den gesamten Hochseilgarten verteilt. Die Einen machen zum zweiten Mal den grauen Parcours in luftigen 13m mit 90% Seilrutschanteil, die Anderen klettern alle Parcours erstmal ab. Dabei geht auch das Ein oder Andere schief. Mal hängt man auf 8m zwischen zwei Plattformen am Seil und fragt die Betreuer, ob sie einen nicht liebenswerterweise aus der Positon erlösen können - mann, war das mies. Mal verkeilen sich unsere Großen im Reifen und kommen da 5 Minuten nicht mehr raus - weder vorwärts noch rückwärts. Und ein anderes Mal landet man nicht mit den Füßen sondern mit dem Hintern. "Klopf dir das dreckige Ding bitte ab bevor wir zurück fahren. Ich hab Stoffsitze im Auto!" 

            

Unterwegs sind wir nie allein, sondern immer mindestens zu zweit. Das liegt nicht am eventuellen Hängenbleiben auf der Seilrutsche, sondern daran, dass man sich so generell signifikant weniger zum Affen macht. Selbsteinschätzung und Selbstbewusstsein klappt dort oben in der Gruppe nunmal besser als allein.

So neigt sich unsere gebuchte Zeit dem Ende zu. Das bedeutet auch endlich aus den Gurten raus zu kommen, die einem schon seit vier Stunden alles Mögliche + Weichteile abgeschnürt haben. Dieses befreiende Gefühl! Die für heute angekündigten Schauer sind schon am Horizont zu erkennen und auf dem Weg zum Parkplatz fallen die ersten Tropfen.

Auf dem Parkplatz verabschieden wir uns voneinander. Und während die Einen noch über "Jetzt Mäcces oder nicht?" diskutieren, düsen die Anderen schon los. Ausgesprochen schön ist es als Fahrer, wenn man die Vertiefung auf dem Platz nicht gesehen hat. Diese sollte eigentlich verhindern, dass man, anstatt zurückzusetzen, einfach geradeaus raus fährt. Ich hoffe, dass alle Wagen mittlerweile eine gute Unterbodenwäsche erhalten haben.

Im Namen meines kompletten Kurses ein herzliches Dankeschön an Frau Beseke für den etwas anderen Sportunterricht!

Alexander Dormann (Q2)


          

 

Der Sport-Checkup der fünften Klassen

Der Sport-Checkup der fünften Klassen beginnt dann doch eher klassisch - mit dem Warmmachen. Auf drei Bänken wird sich eingesprungen bevor der eigentliche Teil des Checkups beginnt. In Dreier- und  Vierer-Gruppen eingeteilt, unter der Aufsicht von mehr oder eher weniger motivierten Helfern der eigentlich stattfindenden Q1er Sportkurse ging es nach dem Messen des Pulses an die erste Aufgabe:

Sechs Minuten um ein Volleyballfeld galt es im Dauerlauf zu bezwingen, je drei Gruppen á drei Läufer. Dann wieder den Puls messen. Die ersten Schweißperlen stehen auf den Gesichtern.

Nach dieser ersten Laufeinheit dann gleich doppelter Wechsel : eine neue Halle, fünf neue Disziplinen.  Direkt bei der ersten "Prüfung" wird klar : hier werden sich gravierende Unterschiede zeigen. Bei den sogenannten "Rumpfhüftbeugen" gilt es sich im aufrechten Stand so tief wie möglich zu strecken.  Was erst einmal einfach klingt, hat es aber in sich: Fußballer kommen hier nicht mal bis zu den eigenen Füßen, Turner hingegen bis zu 15cm darunter.  Bei der nächsten Disziplin herrscht dann jedoch wieder Chancengleichheit : drei Meter vom Werfer entfernt sind hintereinander fünf Felder eingezeichnet, das mittlere gilt es mit Sandsäckchen zu treffen. Hier müsste man im Curling-Verein sein, doch obwohl das offensichtlich niemand ist, entstehen wenig Fehler. Eben diese sollen auch beim "Prellen" nicht gemacht werden. 30 Sekunden lang einen Ball zu prellen scheint allerdings auch nicht wirklich eine Herausforderung zu sein, dementsprechend gut fällt diese Station aus.

Gute Sprunggelenke braucht man dann an der vorletzten Station: mit ausgestreckter Hand möglichst hoch zu springen ist dann aber einfach eine Sache der körperlichen Voraussetzungen. Die einzig echte Herrausforderung kommt schließlich zum Schluss. Das simple sich festhalten an einer  Stange gerät zum Psychothriller, denn hängen die Beine erstmal in der Luft und brennen die Muskeln, zeigt sich wahres Durchhaltevermögen. Mehr als eigentlich schon unfassbare 45 Sekunden sind aber dann doch nicht drin. Drängt sich nur noch die Frage auf, was das Ganze eigentlich sollte. Ausgedacht hat sich das eine bayrische Hochschule. Jeder Schüler bekommt einen von Helfern ausgefüllten Bogen mit allen Werten, der dann eingeschickt wird. Daraus entsteht ein Wert, der dann etwas über die Fähigkeiten des Schülers ausssagen soll. Den Fünfern hat es gefallen, Hendrik Schulte, 5d : "Der Checkup hat auf jeden Fall spaß gemacht, und man kann schon etwas über seine Leistung rausfinden."

Was aber sagen die Lehrer ? Das Rauszufinden ist etwas schwierig, denn erstmal will sich niemand äußern. Etwas drängt sich hier der Eindruck auf, die Lehrer halten eigentlich gar nichts von der ganzen Geschichte, aber dann äußert sich eine Kollegin dann doch noch. Die Erhebung des Leistungstandes und der motorischen Fähigkeiten sei zwar "grundsätzlich gut", aber höchstens ein Zusatzwert. Die teilweise jahrelange Unterrichtserfahrung der Lehrer mit den Schülern sei dann doch "deutlich differenzierter" und überhaupt sei fraglich, ob die Schüler überhaupt die volle Leistung zeigen. Als immer noch verschwitzte und ausgepumpte 5er dann die Sporthalle verlassen, bestätigt sich zumindest der letzte Verdacht der Lehrer zum Glück nicht.

Jim Decker (11)