Schulbrief Juni 2014

Dr. Wippermann-Janda

Liebe Schulgemeinde,

das Schuljahr ist fast zu Ende, so hat es zumindest den Eindruck, wenn man sich an der immer besser werdenden Laune unserer Schülerinnen und Schüler orientiert. Die Klassenarbeiten sind fast erledigt, ein paar Reibungen stehen aber sicher noch an, wenn sich die Einschätzungen von uns Lehrern von den Einschätzungen unserer Schüler bezüglich der erbrachten Leistungen unterscheiden.

Leistungen: Die Initialen unseres Konrad-Adenauer-Gymnasiums – so wurde mir mehrfach mit einem Lächeln mitgeteilt – stünden im Langenfelder Volksmund auch manchmal für den Begriff „Kinderarbeitsgefängnis“. Ich muss das glauben, kann es mir aber nicht vorstellen, wenn ich sehe, mit welchem Einsatz unsere beiden Koordinatorinnen für die Erprobungsstufe, Frau Reiner, und für die Sekundarstufe 1, Frau Weber, pädagogisch mit den Kindern und Jugendlichen umgehen, die aus unterschiedlichen Gründen einen besonderen Zuspruch brauchen – eben individuelle Förderung. Und dabei die Klassenlehrer und Fachlehrer mit ins Boot holen, bisweilen sogar mit hohem Einsatz auf die professionelle Unterstützung von außen zugreifen, die die Stadt Langenfeld auch großzügig unterstützt.

Dazu der angebotene Förderunterricht für alle Schüler, die auf dem Zeugnis in den Kernfächern eine „5“ zu erwarten hätten – ein solches Förderkonzept aus den Stunden der Lehrkräfte, die das Abitur hinter sich haben, kannte ich bisher noch nicht. Auch die Realschüler, die ab August in unsere EF aufgenommen werden, kommen in den Genuss eines solchen zusätzlichen Unterrichts.

Kein anderes Gymnasium“ – das passt für mich besser. Wenn Sie mal wieder verkürzt an das K-A-G denken, spielen Sie mal mit den Initialen, wenn Sie Lust haben.

Apropos Abitur, hier zeigt sich, wie sehr die gute Laune über die nahenden großen Ferien im Augenblick noch eher auf Seiten der Schüler zu finden ist. Für mich als Schulleiter ist es einfach und angenehm, mich an Sie in der Öffentlichkeit zu wenden und gute Laune zu verbreiten. Das mache ich natürlich gerne und aus Überzeugung, ich will aber dabei nicht vergessen, auf die 80% der zusätzlichen Arbeit hinzuweisen, die in unserer Schule im Verborgenen stattfindet. Die erst auffällt, wenn sie mal nicht getan würde, obwohl für diese Arbeit außer einem Lob nichts weiter zu erwarten ist. Das Abitur ist eines der vielen Beispiele. Einen Dank an Frau Dr. Hölters-Rüth, die uns im Sommer leider in die Richtung ihres verdienten Ruhestands verlässt, und an Herrn Pytlik, die zusammen mit dem Oberstufenteam ein minutiös geplantes Abitur unter einem großen Zeitaufwand perfekt organisiert haben; oder die Arbeit mit den Referendaren, für die wir drei sogenannte Ausbildungskoordinatorinnen (ABB’s) haben, die unsere Referendare ebenso mit viel Zeit und Umsicht professionell begleiten. Ich hätte hier nicht genug Platz, um diese ganzen Arbeiten weiter auszuführen.

Prima finde ich unsere Schülerschaft, die durch eine grundsätzliche Leistungsbereitschaft und durch ein sehr angenehmes Auftreten dieses in vielen Details notwendige funktionierende Verhältnis zwischen Lehrer und Schüler unterstützt, auch das verstärkt die Freude an meiner Arbeit hier an unserer Schule. Auch wenn manchmal Fragen oder sogar Probleme strukturell nur schwer oder auch gar nicht lösbar sind. Aber dreimal die Note „einskommanull“ bei den diesjährigen Abiturienten, das muss mal einer in Zeiten des Zentralabis nachmachen. Congratulations! 

„Vor den Sommerferien läuft ja gar nichts mehr“, so höre ich jetzt schon den Ruf vieler Eltern vorauseilen, wenn Sie auf die Exkursionen und Wandertage ihrer Kinder gucken, die vor uns liegen. „Das stimmt gar nicht“, möchte ich Ihnen darauf antworten. Warum? Klassenausflüge sind ein enorm wichtiger Bestandteil für eben diese oben geschilderte Lernatmosphäre, für das Verhältnis von Lehrern und Schülern und der Schüler untereinander. Hören Sie mal hin, wie wichtig so ein Tag für Ihre Kinder war, wenn sie am Nachmittag zurückkommen. Diese Wandertage sind am sinnvollsten in den Schulalltag einzuordnen, wenn man sie möglichst gebündelt legt. Die Zeit vor den Sommerferien bietet sich dafür an. Und für die Klassenlehrer – ein enorm hoher Organisationsaufwand mit viel Verantwortung, mit Sicherheit kein freier Tag. Der Sporttag Anfang Juli betont dann auch mal mehr den Spaß an der Schule, und nicht zuletzt der Sponsored Move am 3. Juli , dieses Mal zum ersten Mal zusammen mit der Kopernikus Realschule organisiert und durchgeführt, das sind meines Erachtens unbedingt notwendige Veranstaltungen über das Vokabeln lernen und Matheaufgaben lösen hinaus, die die breit aufgestellte Qualität unseres Gymnasiums in der Stadt Langenfeld öffentlich machen und – hoffentlich – auch zeigen, wie viel Herz diese Schule hat.

Zwei Bitten an Sie, liebe Eltern: Ihr Kind läuft sich gerne viel Kilometergeld zusammen am Sponsored Move, dafür bitten wir Sie um rege Beteiligung, vielleicht findet sich ja noch die eine oder andere Patentante, die dieses Kilometergeld erhöht, der gute Zweck heiligt die hoffentlich vielen Mittel.

Und wenn Ihre Tochter oder Ihr Sohn unter den Abiturienten ist: Ich freue mich mit Ihnen auf den Abiball, würde Sie aber auch sehr gerne beim Abigottesdienst, organisiert von Herrn Krause und den Abiturienten selbst, am Tag vor der feierlichen Verleihung der Abschlusszeugnisse begrüßen, die Einladung haben Sie ja über Ihre nun erwachsenen Kinder bekommen – hoffentlich.

Herzliche Grüße

Ihr Stephan Wippermann-Janda im Juni 2014