Racial profiling – eine rassistische Praxis, die gegen unser Grundgesetz verstößt?

Unsere Rechte sind im Grundgesetz niedergeschrieben. Aber werden diese Grundrechte auch im Alltag eingehalten?

Am 30.09.2019 machte sich eine Schülergruppe der Sowi-Grundkurse der EF von Frau Bauer morgens auf in Richtung Ruhr Universität Bochum. Dort nahmen die Schülerinnen und Schüler an einem Workshop des Alfred Krupp-Schülerlabors teil.

Thema war die polizeiliche Praxis des Racial Profiling, dass die Durchführung von Personenkontrollen aufgrund von unveränderlichen äußeren Merkmalen wie der Hautfarbe oder Gesichtszügen meint. Das Bundespolizeigesetz legitimiert dieses Vorgehen. Doch ist diese Praxis bereits Diskriminierung und damit eine Unvereinbarkeit mit dem Grundgesetz? Spricht man in diesem Fall von rassistischem Verhalten?

Diesen Fragen gingen die Teilnehmer des Workshops auf vielfältige Art nach.

Der Sowi-GK

Nach einer allgemeinen Definition der Begriffe Rassismus und Racial Profiling, diskutierten sie über die Situation Betroffener und versuchten, im Rahmen einer Expertenkommission alternative Handlungsoptionen für diese Praxis zu entwickeln. Dazu schlüpften die Schülerinnen und Schüler in die Rollen verschiedener beteiligter Akteure. Einige beschäftigten sich als „Vertreter der Betroffenen“ mit den Auswirkungen dieser Polizeipraxis auf betroffene Menschen. Andere hinterfragten als „Sachverständige“ die Effektivität des Racial Profiling, während die Gruppe der „Regierungsvertreter“ und die Gruppe der „Deutschen Polizeigewerkschaft“ der Frage nachging, welche Position diese jeweils in Bezug auf die Praxis des Racial Profiling einnehmen.

Insgesamt war es ein sehr informativer Workshop, der mit Sicherheit insbesondere in der aktuellen politischen Diskussion interessant ist.