Die Kübel-Experimente am KAG

Einigen Schülern werden sie vielleicht schon aufgefallen sein, auch wenn sie vielleicht unscheinbar wirken:

Die Kübel mit den grünen Pflänzchen im Atrium.

Es handelt sich um das sog. Kübel-Experiment, dass an der Schule momentan zusammen mit dem CEPLAS-Institut der Uni-Köln untersucht wird.

Anfang September wurden die Pflanzen von einigen Schülern der EF und den Mitarbeitern des Instituts im Atrium gesetzt, um zu untersuchen, unter welchen Bedingungen Pflanzen sich am besten entwickeln.

Die Keimlinge

Dazu wurden Kartoffeln, Erbsen, Mais und Tomaten in verschiedene Kübel gesetzt und Kübel unterschiedlich behandelt. Im Laufe der nächsten Wochen werden die Schülerinnen und Schüler aus Projektgruppen der Stufen EF, Jahrgang 9 und auch der Klasse 8c die Pflanzen vermessen, beobachten und protokollieren und die Ergebnisse präsentieren und diskutieren.

Einweichen des Pflanzsubstrats

 

 

 

Die Schablone

 

 

 

 

Die Projektleiterin
Das Pflanzsubstrat wird eingeweicht

Die Schablone für die Setzlinge wird aufgesetzt

Projektleiterin Mitzi Villajuana-Bonequi-zeigt, wie man die Pflanzen setzt.

 

Warum diese Pflanzen? Die Bevölkerungszahl der Welt liegt derzeit bei ca. 6 Mrd. Menschen, man erwartet, dass bis zum Jahre 2050 diese Anzahl auf ca. 10 Mrd. Menschen anwächst. Daher ist es wichtig zu erforschen, wie sich unsere Kulturpflanzen und Hauptnahrungsquellen auch unter den Bedingungen der zu erwartenden Klimaveränderungen optimal vermehren und wachsen werden, um die wachsende Weltbevölkerung auch in Zukunft ernähren zu können.

Warum dieses Experiment? Es zeigt in einer einfachen Anwendung exemplarischm wie Forschung an Pflanzen funktioniert und welche Manipulationsmöglichkeiten man hat. So sind in unseren Kübeln z.B. sog. Wildtyppflanzen neben speziellen Mutanten gesetzt worden, um zu sehen, welche Pflanzen sich unter den Bedingungen am besten entwickeln. Wer jetzt geschockt ist und Angst vor den Mutanten hat, kann ganz beruhigt sein: Auch wenn der Begriff bei einigen Schülerinnen und Schülern vielleicht Assoziationen von feuerspeienden Gurken hervorruft. Aber Mutationen (Abweichungen des Erbguts) gab es immer und wird es immer geben und Menschen haben schon sehr früh damit begonnen, diese zu suchen und zu nutzen. Früher, indem man die „dicksten Getreidekörner“ ausgesucht und gezielt ausgesät hat, heute, indem man zusätzlich Gentests dazu macht und nach den Proteinen (Eiweißen) sucht, die für diese Entwicklungen verantwortlich sind. Mutationen bewirken, dass eine Blume vielleicht in weiß oder rot blüht, oder aber, dass eine Erbsenpflanze besser oder schlechter unter bestimmten Bedingungen wächst. Unsere „Mutanten“ sind also ganz harmlos.

Aber wir sind natürlich ganz gespannt, wie sich das ganze entwickelt.

Und auch das mussten wir schon lernen: In der Wissenschaft geht nicht alles glatt: In Kübel 3 ist jedenfalls etwas völlig schief gelaufen: Hier hat schon mal keine Pflanze die Veränderung des pH-Wertes überlebt. Schade, aber wir werden nach der Ursache forschen.

Christine Bräuer