Schulbrief zum Schuljahresbeginn 2019/20

Liebe Schulgemeinde,

ich wollte mit meinem Schulbrief für das neu begonnene Schuljahr die Wahl im Osten abwarten. Tatsächlich ist das vorhergesagte schockierende Ergebnis eingetroffen, die AfD ist in großen Schritten weiter auf dem Vormarsch. Schockierend, weil sich an der Spitze der Partei ekelhaftes braunes Gedankengut geriert. Weil die Zustimmung zu dieser Partei parallel zur Steigerung von Hass und Hetze der Parteiführung zu steigen scheint.

Wir als Konrad-Adenauer-Gymnasium sehen es jedenfalls als unseren besonderen Bildungsauftrag an, unsere jungen Menschen, die Sie uns anvertraut haben, immun zu machen gegen diese unfassbare Geschichtsvergessenheit der Höckes und der Kalbitz‘, die ja fast alle aus dem Westen der Republik stammen. Und wir hoffen, dass wir unserer Schülerschaft durch Bildung, Wissen, Gemeinschaft und Selbstvertrauen die Mitgestaltung unserer offenen Gesellschaft ermöglichen werden, um sie vor der aberwitzigen Idee zu bewahren, dass eventuell ein Simpel mit starker Hand komplexe Zusammenhänge besser lösen könnte.

Die sind jedenfalls nicht das Volk!

Zuversichtlich in diesem Sinne begrüße ich Sie alle zum neuen Schuljahr 2019/2020, besonders natürlich unsere 140 neuen Fünftklässler zusammen mit ihren Eltern.

Wenn auch mit einer knappen Besetzung kommen wir ohne Unterrichtskürzungen hin, worüber wir sehr froh sind.

Für die laufende Fahrtenwoche  hat eine Gruppe von unseren Lehrkräften in diesem Schuljahr zum ersten Mal ein durchlaufendes pädagogisches Programm entwickelt und wir freuen uns, in dieser Woche viele interessante Projekte durchführen zu können, für die im normalen Unterrichtsalltag nur selten Zeit bleibt. Gleichzeitig erhoffen wir für unsere Sechstklässler auf Ihren Klassenfahrten und für unseren Abschlussjahrgang Q 2 auf den Studienfahrten ein spannendes Programm und viele schöne und bleibende Erlebnisse.

Den neuen KAGtus haben Sie vor den Ferien erhalten, die Fünftklässler direkt danach. Dort können Sie sich wie immer über unsere Themen und Aktivitäten informieren. Wir sind sehr froh, dass sich unsere beiden Ehemaligen Jim Decker und Moritz Löhr zusammen mit dem aktiven Redaktionsteam unserer Schule schon seit Jahren um das regelmäßige Erscheinen kümmern. An dieser Stelle auch unseren Dank an die Anzeigenkunden, ohne Sie gäbe es die Zeitung natürlich nicht.

Ich wünsche Ihnen allen einen schönen Spätsommer. Und bis zum nächsten Schulbrief

Ihr Stephan Wippermann      September 2019