Theateraufführung „Anne Frank“

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Um 19.00 führt der Literaturkurs der Q1 das Theaterstück „Anne Frank“ in der Aula auf.

Theaterstück und Szenen-Collagen

Am 12. Juni wäre Anne Frank 90 Jahre alt geworden - das Theaterprojekt des Literaturkurses des Q1 des Konrad-Adenauer-Gymnasiums ist damit hochaktuell.

Zum Stück:

Anne Frank bezieht 1942 mit ihrer und einer weiteren Familie in ein Amsterdamer Hinterhaus, um sich vor den Zugriffen der Nazis zu verstecken. Was als Übergangslösung gedacht war, erweist sich als zweijähriger Aufenthalt auf engstem Raum.

Die 13-Jährige lernt, ihren Alltag auf die Bedingungen im Hinterhaus auszu-richten: Tagsüber müssen alle unent-deckt bleiben, erst ab 18.00 Uhr dürfen sich alle „normal“ bewegen. Zusammen-gedrängt gilt es, den schwierigen Bedingungen zu trotzen und sich zu arrangieren. Während die Enge alle belastet und gegenseitige Rücksicht fordert, die mitunter schwer einzuhalten ist, kommen sich die Bewohner aber auch näher, verschönern ihren tristen Alltag mit Tanz, Gesang oder kleinen Festen.

Anne hält dieses Leben in ihrem Tagebuch fest, das von den kleinen und großen Gegebenheiten berichtet, ihm traut sie ihre Ängste und ihre Hoffnungen, ihre Wünsche und Probleme an. 1944 wird das Versteck entdeckt und seine Bewohner werden deportiert. Bis auf Otto Frank, Annes Vater, sterben alle in den kommenden Wochen in KZs.

Neben der aus dem Tagebuch bekannten Geschichte von Anne Frank hat sich eine zweite Schülergruppe mit Rassismus und Antisemitismus außerhalb des Hinterhauses beschäftigt.

In eingeschobenen Szenen werden unterschiedliche Spielszenen umgesetzt, die Annes Schicksal neu beleuchten sollen: Geschichten und Geschehnisse aus anderen Zeiten und Quellen schlagen eine Brücke zu anderen Schicksalen, Begebenheiten und zur heutigen Zeit. So finden Paul Celans „Todesfuge“, die Auschwitz- und Sophie-Scholl-Protokolle, #MeTwo-Zitate, eine Hitler-Rede, Zeitungsartikel über Kinder in der NS-Zeit oder die Einreise nach Israel sowie Aussagen von Politikern eine eigene Darstellungs- und Mitteilungsform. Der Zuschauer ist gefordert, den Bezug zu Anne Frank selbst herzustellen.

Nicht nur das Thema, auch die Umsetzung stellt damit eine hohe Herausforderung an die Schülerinnen und Schüler dar.