Kunst am KAG: Ausstellung in der Stadtbibliothek eröffnet

Am Dienstag, den 15.03.2022, wurde in der Stadtbibliothek Langenfeld die Ausstellung »Kunst am KAG 2022« eröffnet. Für Kunstlehrerin Beatrix Drogin, die die Ausstellungsreihe vor etwa siebzehn Jahren in Kooperation mit der Stadtbibliothek ins Leben rief, ist es nun vor ihrem Ruhestand das letzte Mal, dass sie zusammen mit anderen Lehrkräften stolz die Kunstwerke ihrer Schüler*innen präsentieren darf.

Kunstlehrerinnen Beatrix Drogin und Alexandra Thomas-Ursin 

Die Kunstlehrerinnen Beatrix Drogin und Alexandra Thomas-Ursin freuen sich sichtlich über die Ausstellungseröffnung.

Es ist die erste Ausstellung seit der coronabedingten Pause und der Renovierung der Bibliothek, freut sich Bibliotheksleiterin Frau Seuser bei ihrer Eröffnungsrede. Auch für sie ist es vor ihrem Ruhestand die letzte Ausstellung. Sie bewunder Qualität, Technik und Ideen, die schon in diesem frühen künstlerischen Schaffen vorhanden seien. Zugleich bedaure sie, nur eine kleine Auswahl an Beispielen ausstellen zu können, da die neue gestaltete Bibliothek nur wenig Platz für solche Ausstellungen böte. Frau Drogin hob im Anschluss hervor, welch großartige Entwicklung von Jahrgang zu Jahrgang erkennbar sei, und erklärte, es seien unter anderem Linolschnitte aus den Stufen 7 und Q1 zu sehen, ebenso wie Buntstiftzeichnungen oder Malereien. Künstlerische Vorbilder hätten die Schüler*innen zum Teil maßgeblich bei ihren Arbeiten inspiriert. Schließlich bedankte sich auch Schulleiter Wippermann für das Engagement, denn auch für ihn bedeutete die Ausstellung die letzte ihrer Art, bevor er das K-A-G im Sommer verlässt. Zuletzt wurden die anwesenden Schüler noch eingeladen, die Bibliothek zu erkunden, sich an den bereitgestellten Süßigkeiten und Getränken zu bedienen und die Ausstellung zu betrachten.

Variationsreich in Technik und Motiven

Schon auf dem Plakat präsentiert sich die Austellung mit einem Linoldruck des Schülers Jonathan Nummert (Q1), der an die Radierung »Der Schlaf der Vernunft gebiert Ungeheuer« des spanischen Künstlers Goya angelehnt ist und einen Menschen zeigt, der, den Kopf auf einen Tisch gesenkt, schläft, während die Logos verschiedener Social-Media Plattformen auf ihn einstürzen. Kunstlehrerin Drogin bezeichnete die Darstellung als eine »sehr gekonnte Aktualisierung« des Bildes von Goya und bewunderte die »tolle« Verteilung der hellen bzw. dunklen Elemente.

In ihren Kunstwerken mussten die Schüler dabei teils sehr ungewohnte Methoden ausprobieren. Schüler der EF sollten beispielsweise mit Bleistiften auf schwarzem Papier malen, was anfangs Zweifel und Bedenken bereitete. Auch die Q2 wurde mit ungewohnter Technik konfrontiert, einem »allegorischen Verfahren«, in welchem der Künstler durch Zufall sein Kunstwerk erschafft und die Findung der Technik selbst schon ein hohes Maß an Kreativität erfordert. Nach ersten Übungen sollten sie sich an ein Projekt begeben, in welchem ein »klick-klack-Moment« zu sehen ist, indem sich beim ersten Blick eine Unterwasserwelt eröffnet, im nächsten aber etwas ganz anderes. Dabei ließ der Zufall kaum Gewissheit über das schlussendliche Motiv zu und bewegte eine Schülerin sogar, ihr Projekt nach vier Wochen kurzerhand zu entsorgen und binnen zwei Wochen neu zu gestalten.

Die Ausstellung präsentiert also eine Vielzahl an Techniken, Motiven und Kreativität, die noch bis zum 29.04. in der Stadtbibliothek Langenfeld im ersten Stock zu besichtigen sind.

Schüler*innen betrachten die Bilder

Zahlreiche Schüler*innen waren bei der Ausstellungseröffnung in der neu renovierten Stadtbibliothek.

 

Text: Cedric Deden
Fotos: Nike Nummert und Anna Derwort