Bundestagswahlergebnisse - ein Vergleich mit den U18-Wahlen

Nach den offiziellen Bundestagswahlen sind die Unterschiede zwischen der politischen Meinung der Jugendlichen und den Erwachsenen deutlich geworden.

Während in Langenfeld die CDU mit 29,18 Prozent die meist gewählte Partei ist, haben die Grünen mit 35,13 Prozent die U18-Wahl am K-A-G gewonnen. Gegenüber den lokalen Bundestagswahlen haben diese bei den Jugendlichen 18,57 Prozent mehr Stimmen gewonnen. Auch die FDP hat bei der U18-Wahl um 7,64 Prozent mehr Stimmen erhalten, und ist somit zweitplatziert. An unserer Schule hat die Linke die 5-Prozent-Hürde überschritten, während im Gegenzug die AfD diese nicht erreichte. Die Tierschutzpartei sammelte mit 3,75 Prozent sogar 1,41 Prozent mehr als die Alternative für Deutschland. Bei den Schülerinnen und Schülern des K-A-G trafen insgesamt 12,69 Prozent ihre Wahl für die übrigen, kleinen Parteien – fast doppelt so viel bei den Erwachsenen in Langenfeld.

Auch die bundesweiten U18-Wahlen gewinnt das Bündnis 90 mit 21,03 Prozent. Die SPD führt mit 25,7 Prozent Stimmenanteil bei den offiziellen Wahlen; bei den Minderjährigen ist sie zweitplatziert mit 19,2 Prozent. Bei den U18-Wahlen verliert die Union 7,18 Prozent an Stimmen und ist nicht zweitplatziert, sondern an dritter Stelle. Bei den Minderjährigen überwinden die Linken erneut die 5-Prozent-Hürde mit 7,51 Prozent. Mit 5,85 Prozent schafft es die AfD auch in den „U18-Bundestag“, jedoch sind die starken Verluste gegenüber den offiziellen 10,3 Prozent prägnant. Auch schafft es die Tierschutzpartei mit 5,65 Prozent in den imaginären U18-Bundestag.



Auffällig ist, dass den Jugendlichen Themen wie zum Beispiel Klimaschutz und –reformen am Herzen liegen und somit die Grünen als Regierung präferieren. Bei den Erwachsenen punkten dieses Jahr ebenfalls die Grünen, aber zugleich auch die Sozialdemokraten als Gewinner. Die wirklichen Koalitionsmöglichkeiten stehen offen. Unsere Schülerinnen und Schüler am K-A-G tendieren auffällig zur FDP, die sonst sichtlich schlechter abschneidet. Die meisten Jugendlichen im Bund spricht die AfD weniger an.

Aylin Yilmaz/Julius Pauw (Q1)