Vom Schulhof bis zum Dach: Das K-A-G wird grüner!

Mit einer besonderen Aktion begrüßt der Förderverein des Konrad-Adenauer-Gymnasiums (KAG) traditionell die neuen Fünftklässler. In der Vergangenheit gab es einen gemeinsamen Luftballonstart und einen Ballonwettbewerb. Mit Start des vergangenen Schuljahres wurde aus Gründen der Nachhaltigkeit und des Tierschutzes vereinbart, als Willkommensgeste für jede Jahrgangsstufe einen Baum zu pflanzen. Außerdem wird für jede neue Schülerin und jeden neuen Schüler ein Baum über das Projekt "Eden Reforestation Projects" (edenprojects.org) im Regenwald zur Aufforstung gepflanzt, beziehungsweise gespendet. Die Idee zu diesem „Jahrgangsbaum“ hatte der Förderverein gemeinsam mit der Stadt Langenfeld und Bürgermeister Frank Schneider entwickelt.

Aufgrund der Corona-Pandemie musste die Pflanzung wiederholt verschoben werden. Aber jetzt konnten gleich zwei Spitzahorn-Bäume für die Fünft-Klässer des vergangenen Jahres und die aktuell neue Jahrgangsstufe gepflanzt werden. Tatkräftig packten die Schülerinnen und Schüler mit an.

Die Kinder der Klasse 5a pflanzen ihren Jahrgangsbaum. Mit dabei (hinten von links): Ralf Hagelüken (Vorsitzender des KAG-Fördervereins), Schulleiter Dr. Stephan Wippermann-Janda, Bürgermeister Frank Schneider und Verena Wagner vom städtischen Klimaschutz-Team.

Ralf Hagelüken, Vorsitzender des KAG-Fördervereins, freut sich über die Aktion und sagt stellvertretend für den gesamten Vorstand: „So hinterlässt jede Jahrgangsstufe einen ‚klimapositiven Fußabdruck‘. Bäume sind echte Klimahelden. Alleine ein Baum absorbiert im Laufe seines Lebens eine Tonne Kohlenstoff.“

Gleichzeitig freut sich die Stadtverwaltung, dass für das Konrad-Adenauer-Gymnasium zwei beantragte Fördermittel zur „Klimaresilienz“ (Umgang mit den Auswirkungen des Klimawandels) mit einem Gesamtvolumen von 375.000 Euro im vollen Umfang bewilligt worden sind. So wird auf dem Schulhof ein Teil der Betonversiegelung durch versickerungsfähiges Material ersetzt. In diesem Bereich entsteht auch ein „Grünes Klassenzimmer“, was Unterricht an der frischen Luft ermöglicht. Kosten für diese zu 100 Prozent geförderten Maßnahme: 100.000 Euro. Daneben wird ein Teil des Schuldaches begrünt. Der Vorteil bei stärkerem Regen: Ein Teil des Wassers wird erst einmal gespeichert und dann nach und nach „abgegeben“. Auch diese Maßnahme in Höhe von 275.000 Euro wird komplett von Fördergeldern finanziert. 

Bürgermeister Frank Schneider lobt das Engagement des Fördervereins und der Stadtverwaltung und ist von der Willkommens-Aktion für neue Jahrgangstufen am KAG und den Veränderungen auf dem Hof und dem Dach der Schule begeistert. „Umwelt- und Klimaschutz hat bei uns schon lange eine hohe Priorität. In diesem Bereich ist es oft die Summe verschiedener vermeintlich kleinerer Maßnahmen, die hinterher das große Ganze ausmacht.“ Mit Blick auf die Fünft- und Sechstklässler, die bei der Baumpflanzung mit angepackt haben, sagt er: „Das Engagement der Kinder ist einfach nur klasse. Ich freue mich, dass ihnen mit der Dachbegrünung und den versickerungsfähigen Bodenflächen auch hautnah praktische Antworten im Bereich ‚Klimaresilienz‘ gezeigt werden können.“