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Schulbrief März 2020

Liebe Schulgemeinde,

nachdem der scharfe Wind aus dem Osten in den vergangenen Wochen einiges an verfaultem Holz zum Umfallen gebracht hat, frage ich mich, ob das alte Kinderlied „Wie das Fähnlein auf dem Turme, kann sich dreh`n bei Wind und Sturme, …“ vielleicht doch zu oft in manchen Kinderstuben gesungen wurde. Erstaunliche und nicht einzuordnende Vorgänge, die unser Bemühen um eine wirklich tiefe Menschenbildung noch verstärken sollten. Eines aber ist allen Menschen ganz sicher deutlich vor Augen geführt worden: Einer Partei zumindest geht es nicht um gestaltende Inhalte, sondern allein um das Zertreten von demokratischen Spielregeln. Nun ja, wie gesagt, es wird immer wichtiger, den jungen Menschen den wirklichen Wert der Bildung deutlich zu machen. Bildung nicht nur zur individuellen Persönlichkeitsgestaltung oder gar allein zum Erreichen von Position und Lebensstandard, sondern Bildung vor allem anderen zum Schutz unserer gesellschaftlichen Errungenschaften – die Aufgabe heute für uns alle.

Ab dem kommenden Schuljahr werden uns nach jetzigem Stand wieder 133 junge Mädchen und Jungen anvertraut, wir danken für das Vertrauen, das Sie in uns setzen, und werden es als Ansporn für unsere Arbeit sehen. Anregungen von Ihrer Seite her sind uns dabei immer wieder willkommen.

In den Sommerferien beginnt nun auch der Bau am neuen Verwaltungsgebäude, anfangs mit Abrissarbeiten, dann kommt auch sehr schnell der Umzug der Verwaltung und der Schulleitung in Container für etwa 1 ½ Jahre, dazu für ein geplantes halbes Jahr ebenso die Verlegung der Mädchen- und Jungentoiletten aus dem A-Gebäude heraus ebenfalls in Container. Ein wenig Einschränkung für ein tolles Ziel. Bitte haben Sie alle Verständnis für Staub, Lärm und was noch dazu kommt.

Die Zeugnisse zum Halbjahr sind nun verteilt, die Skifahrt hat stattgefunden, die neuen Stundenpläne laufen, freuen wir uns auf eine heller und wärmer werdendes 2. Halbjahr.

Es fehlt natürlich noch das Thema „Coronavirus“. Am 29. Februar stand unerklärlicherweise im überregionalen Teil der Rheinischen Post, wir würden einen Schüleraustausch mit Italien durchführen und deshalb Ende März eine Schülergruppe aus Italien empfangen. Woher diese Meldung kommt, ist mir nicht vorstellbar. Selbstverständlich führen wir keinen Schüleraustausch mit Italien durch, weil unser Sprachenangebot ja Spanisch beinhaltet. Und genauso selbstverständlich hätten wir diesen Besuch aus Italien zum jetzigen Zeitpunkt auch längst abgesagt.

Unsere Fahrtenwoche findet Anfang September statt und wir werden rechtzeitig entscheiden, wie wir dann an unserem Konrad-Adenauer-Gymnasium verfahren werden.

Ansonsten sind wir fast täglich in enger Abstimmung mit der Bezirksregierung in Düsseldorf und mit dem Kreisgesundheitsamt in Mettmann. Ebenso bekommen wir regelmäßig die notwendigen Informationen von der Landesregierung NRW.

Aber in dieser Sache habe ich dennoch eine Bitte an Sie alle: Manchmal verhalten sich unsere Jugendlichen doch recht fahrlässig. Bitte weisen Sie sie doch gerade in diesen Zeiten noch einmal darauf hin, wie man richtig hustet und niest, dass man sich aber auch beim Gähnen vielleicht die Hand vor den Mund halten sollte, denn das klappt leider nicht immer, könnte aber auch die mögliche Ansteckungsgefahr verringern.

Mit besten Wünschen an Sie alle

Stephan Wippermann                                                                                   2.3.2020