Kunst im Original – ein Besuch im K 20 in Düsseldorf

Am Mittwoch, dem 1.September, haben wir, der Kunst GK2 der Q2, die Kunstsammlung K20 in Düsseldorf zum Thema Surrealismus besucht. Da wir uns im Unterricht thematisch mit dem Surrealismus auseinandersetzen, konnten wir so Unterrichtsinhalte mit echten surrealistischen Werken verknüpfen. 


Dabei wurden wir aufgrund der Coronaverordnung in zwei Gruppen eingeteilt: Der ersten stand eine Führung durch das Ausstellungsgebäude zu, während die andere selbst Eindrücke der Werke der gesamten Sammlung gewinnen konnte und nebenbei an den Unterrichtsaufgaben für die Exkursion arbeitete. Im Anschluss wurden die beiden Gruppen getauscht. 
So sollten wir Schüler*innen in Freiarbeit ein Werk heraussuchen, das uns in irgendeiner Weise berührte und in Eigenarbeit zu Hause mit einem passenden Bild aus unserer Fotogalerie paaren, für ein „un
gleiches Bildpaar“. Die Ergebnisse wurden dann in der nächsten Unterrichtsstunde besprochen.

 

Auffällig im Alleingang durch das Ausstellungsgebäude war insbesondere die komplexe Vielfalt der Ausstellungsstücke: Thematisch und technisch variierend, geordnet oder chaotisch, mal sinngebender, mal sinnloser - es blieb uns kaum genügend Zeit, die Eindrücke kognitiv einzuordnen. Die Führung hingegen wurde geleitet von einer Dame, die nicht wie von uns zuvor erwartet, auf ihre eigene Deutung der Werke als die einzig richtige bestand - im Gegenteil. Wir wurden dazu aufgefordert, unsere eigenen Eindrücke und Gedanken in der Betrachtung der Bilder wiederzugeben. Hierbei beschränkten wir uns in der Führung auf nur wenige Bilder, denen wir uns dafür umso intensiver hinwendeten.

Darunter waren auch Werke von Max Ernst, einem surrealistischen Künstler, dem wir uns schon im Unterricht angenähert hatten und dessen Methode der Frottage (ein graphisches Verfahren, bei dem Papier auf einen prägenden Untergrund gedrückt wird, um dessen Struktur sichtbar zu machen) zurzeit bei uns im Kurs Anwendung findet. Im Gespräch mit der Museumsmitarbeiterin fiel dabei das Wort „Klick-Klack“, ein Ausdruck, den sie verwendete, um den Augenblick zu beschreiben, in dem der Betrachter etwas im betrachteten Bild realisiert oder wiedererkennt. „Klick-Klack“-Momente erleben wir, je intensiver wir uns auch praktisch mit dem Surrealismus auseinandersetzen, immer häufiger, wozu die Exkursion sicher auch ihren Teil zu beigetragen hat.

 

Lili Pöschl und Alex Steinbüchel

Bilder: © Alexandra Thomas-Ursin